Das Erste was man auf einer Messe erblickt ist natürlich der Spielebildschirm samt der Grafik. Schon seit der Ankündigung auf der E3 2009 wurde der doch buntere Stil, gegenüber der Prime-Trilogie heftig diskutiert. Doch ich kann euch vermitteln, dass Other M wunderbar aussieht und technisch absolute Spitzenlklasse auf der Wii erreicht. Alle Charaktere und Monster waren sehr schön und detailliert, so wie die gesamte Umgebung, die einen typischen Metroid-Flair vermittelte. Und das, obwohl Nintendo bei seinen Anspielstationen die Wii, nur mit Chinch-Kabel an den LCD angeschlossen hat, nicht wie dafür vorgesehen mit Komponenten-Kabel (Ja, diesen Fehler haben viele Aussteller gemacht). Doch kommen wir zu etwas Wichtigerem als die Grafik, nämlich das Gameplay.
Wie viele von euch wissen dürften, spielt sich das Spiel, in den meisten Teilen, wie ein klassisches 2D-Metroid in alter Sidescrolling Manier. Jedoch sollte angemerkt werden, dass die Kameraführung nicht immer gleich bleibt und stets Samus von der Seite zeigt. Je nachdem steuert ihr Samus auch wie, als würdet ihr ein Adventure spielen, als aus der dritten Perspektive. Das gute daran war, dass man nie das Gefühl hatte, als ob man was nicht sehen könnte. Gesteuert wird das ganze mit der quer gehaltenen Wiimote. So bewegt ihr eure Jägerin mit dem Steuerkreuz, gesprungen wird mit der Taste 2 und schießen könnt ihr mit 1. Obwohl das Steuerkreuz im Gegensatz zum SNES-Controller wirklich klein geraten ist, laufen die Bewegungen sehr exakt und genau ab. Wer meinen Artikel über den Steuerungskrampf in Super Metroid gelesen hat, weiss wie sehr ich den Wandsprung hasse, jedoch vollführt Samus diesen genau wie unser Lieblingsklempner und rutscht an der Wand ab. Damit man sich nicht noch einen Wolf steuert, hat Other M eine automatische Zielerfassung, was bedeutet, dass wenn ihr in Richtung eines Gegners guckt, dass Samus genau auf einen Gegner feuert, weil es in einem Raum mit Tiefe sonst zu kompliziert werden würde.
Auch ihre Reportoire an Aktionen ist nicht von schlechten Eltern. Man kann den Beam wirklich richtig aufladen und sehen wie stark dieser aufgeladen ist, doch nicht nur das, man ist sogar in der Lage, Finishing-Moves anzuwenden, welche wirklich sehr gut gelingen und klasse aussehen. Die andere Steuerungsart, welche im Spiel vorkommt und man direkt einsetzen kann ist die Pointer-Steuerung aus der Ego-Perspektive. Hier seid Ihr in der Lage Gegner mit dem Pointer anzuvisieren. Diese Art erinnert einen an die Metroid Prime Spiele. Haken an der Sache ist nur, dass sich Samus nicht von der Stelle bewegen kann. In dieser Sicht nutzt ihr den Pointer zum Scannen der Umgebung, sowie zum Anvisieren bestimmter Sachen oder Gegner. Der Einsatz der Missiles erfolgt zudem nur in diesem Modus, nachdem ihr einen Gegner bzw. eine bestimmte Stelle eines Gegners anvisiert und daraufhin ihm eine Rakete direkt in die Stellen feuert wo es auch richtig weh tut. Der Wchsel zwischen Pointer und klassischer Steuerung ist perfekt. Doch was wäre Samus ohne ihre grazile Art in den Morphball zu gehen? Daher erlernt ihr im Laufe der Demo, wie ihr den Morphball anwendet und so wie in Metroid Prime Manier, herumrollt und Bomben legt, so viele wie ihr wollte, genau wie in Super Metroid. In dem Spiel werdet ihr auf eine Truppe der galaktischen Föderation treffen und mit dieser teilweise interagieren. Auch scheint diese Kampfeinheit im Laufe des Spieles noch von storytechnischer Bedeutung sein. Kommen wir nun zum mitzu wichtigsten Aspekt im Metroid-Franchise, die Atmosphäre. Bisher lebte die Serie immer von deren Setting, der Gefühl des einsam sein, vom Erkunden und einer perfekt designeten Welt. Doch wie wird das in Other M sein? Nun, da dies nur ein Demolevel war und auch im Spiel weit am Anfang sein wird will ich keine voreiligen Schlüsse ziehen, wie das Spiel im Gesamten sein wird, jedoch war alles sehr linear gehalten, was gar nicht zu der Serie passt, alleine fühlt man sich auch nicht, da man, wie gesagt, mit einer Kampftruppe unterwegs sein wird. Jedoch hoffe ich, dass sich dies noch ändern wird, sonst geht einiges an Feeling verloren, was die Serie sonst so stark ausmacht. Sonst war alles recht simpel gehalten, so wurden einem genaue Ortsangaben von Items angegeben, Türen öffnen von selber, ohne auf diese zu schießen (Ja, so was fällt mir auf) und wenn man Speicherstationen erreicht ist man dazu gezwungen abzuspeichern um die nächste Türe nehmen zu können. Es ist nicht tragisch, doch was mich stört ist die Tatsache, dass man direkt dazu einige Kartendaten dazu bekam und man so sehen konnte was es für Räume gibt. So vergeht auch etwas an Erkundungstrieb.
Also wie würde ich Other M, nach diesem Firtslook einschätzen? Das Spiel an sich geht super von der Hand und das Gameplay ist fantastisch. Auch von der technischen Seite gibt es keine Bedenken, nur die Musik konnte ich aufgrund der lauten Messehallen nicht beurteilen. Was mich nur stört ist das Feeling und einige Elemente, die diese Reihe geprägt hatten, nicht wirklich stark zum Vorschein kommen. Fans der Serie können hoffen, dass Team Ninja und Nintendo den Ürsprüngen der Serie treu bleiben. Neueinsteiger können sich jetzt schon auf ein großes Spiel mit toller Story rund um Samus freuen. Ich jedenfalls werde mir den Titel am Release-Tag anschaffen, und ich hoffe, dass sich mit diesem Titel mehr Käufer finden, denn die Metroid-Serie hat Verkäufe von “nur“ 1 Million Einheiten nicht verdient. Das war es erst mal von mir mit Metroid.
Freut euch auf mehr gamescom-Stuff.


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